46. Rekascher Treffen in Karlsruhe
Kindertanzgruppe sorgt für Stimmung
Wie inzwischen zum Standard geworden, trafen sich auch in diesem Jahr am letzten Samstag im September, das war der 26.09.2026, die Rekascher zum traditionellen, nunmehr kombinierten Treffen, das gleichzeitig auch unser Jahrgangstreffen ist.
Es war wieder der Siedlerhof in der Hohlohstraße und es tanzten wieder die Kinder der „Erdbeergruppe“. Anders jedoch war die musikalische Umrahmung: Die Rekascher Musikanten wurden diesmal krankheitsbedingt von den „Schlagerbengeln“ ersetzt, Andy und Eugen sorgten für Tanz und Stimmung und brachten zu späterer Stunde auch ihre tanzende Fangemeinde mit.
„Erdbeergruppe“ sorgt für Stimmung
Doch immer der Reihe nach: Der Saaleröffnung samt einer Möglichkeit zum Mittagessen für Weitangereiste folgte ein Begrüßen, Wiedererkennen und Plaudereien ab 13:00 Uhr. Der offizielle Teil wurde vom Einzug der Kindertanzgruppe eingeleitet. Es ließ alle Herzen höherschlagen, als die Mädchen und Buben unter Blasmusikbegleitung den Saal betraten und einige Tänze aufführten. Die Noch-Zwei- bis Noch-Zehnjährigen samt Mathildes Mama, Melanie, zeigten sichtlich Freude an dem, was sie aufführten und trugen banatschwäbische umgenähte und dem Wachstum angepasste Trachten aus Billed, Kleinbetschkerek, Bentschek und natürlich Rekasch. Angeleitet und choreographiert hatte dies Lara Tröster, Karlsruherin mit Banater Wurzeln, wie die gesamte Tanzgruppe natürlich auch. Sie wurden begrüßt vom Ersten Vorstand, Erwin Lehretter, aber auch von Werner Gilde, dem Vorsitzenden des Karlsruher Kreisverbandes und wiederholt willkommener Gast unserer Treffen, der im billeder Dialekt herzliche Grußworte aussprach und das Engagement der jungen Generation würdigte, die in die traditionellen Trachten schlüpfen, um so die Erinnerungskultur aufrecht zu erhalten. Der Beifall samt Zwischenapplaus sowie der Ruf nach Zugabe zeigten an, wie gut den Versammelten diese Tänze gefielen und wie sehr man Verhopser oder lustige Szenen gerade beim Mutter-Tochter-Paar genoss. Die stolzen jungen Eltern, als Kinder übersiedelt oder bereits hier geboren, aber auch die noch jungen Großeltern kleideten nicht nur die Kinder vor Ort ein, sondern filmten und fotografierten auch fleißig, wovon ein Video-Mitschnitt auf der Homepage (www.rekasch.de) einzusehen ist, genauso wie die zahlreichen von Stefan Lehretter fotografierten Momentaufnahmen der Begeisterung über diese alljährlichen Treffen.

Die Ansprache des Vorsitzenden erinnerte an die sehr klein gewordene Gemeinde der Rekascher, wir gedachten in einer Schweigeminute der Verstorbenen, jeder an seine Liebsten, alle an die Jüngstverstorbenen. Doch auch Informationen zu allgemeinen Themen, wie etwa der verspäteten Russland-Entschädigung oder der gelungenen Theateraufführung des Kreisverbandes Augsburg, bei der zwei Rekascher mitwirkten und in unserem Dialekt sprachen, würdigte er. Besonders hob Erwin Lehretter die Verleihung des Ehrenbriefes für Stefan Lehretter hervor, welche dieser von der Landsmannschaft für 17 Jahre Homepagebetreuung beim großen Heimattreffen in Ulm, an Pfingsten dieses Jahres verliehen bekam.

Jahrgangstreffen
In einem zweiten Teil der Feier bemühte sich der Vorsitzende alle runden und halbrunden Geburtsjahrgänge sowie besondere Eheschließungs-Jubiläen, wie Diamantene, Goldene und dazwischenliegende Hochzeiten, hervorzuheben. Die ältesten Rekascher wurden namentlich geehrt, Anna Weber, geb. Schlimmer, (98) und die jeweils ältesten drei Teilnehmerinnen des Treffens gewürdigt: Pralinen und Wein gingen als kleine Aufmerksamkeit an Elisabeth Weber, Elisabeth Bartl und Erika Lutz sowie Michael Ramholz, Joseph Veresteck und Mathias Lehretter.
Herzlichen Glückwunsch und Hoffnungen auf weitere Besuche der Veranstaltungen wurden ihnen mit auf den Weg gegeben. Die Klassen- und Jahrgangsfotos wurden im Raum, aber bei schönstem Herbstwetter auch im Freien aufgenommen und sind auch auf der Homepage einzusehen.
Unterhaltung und Wunsch nach Erneuerung
Diesem Teil folgte nun der unterhaltsame, die bereits erwähnten Musiker gaben ihr Bestes, verbreiteten eine gute Stimmung mit den altbewährten Liedern, spielten zum Tanz auf und unterhielten die Gäste bis Mitternacht. Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen.
Weil aber die Hälfte des Vorstands „in die Jahre gekommen ist“, wird auf unseren Sitzungen seit geraumer Zeit schon von einem Generationswechsel gesprochen. Der Wunsch danach ist legitim, zwar wurden bei der letzten Wahl bereits jüngere, gerade noch in Rekasch geborene Nachrücker gewählt, die Entscheidungen aber dann meistens von uns „Alten“ getroffen. Eine Umkehr wäre sinnvoll, Organisation und eventuell Erneuerungen von Ritualen und Abläufen wären wünschenswert, wir könnten beratend und erinnernd beistehen. Vielleicht gelänge es auch, ein paar jüngere Besucher anzulocken, die zwar keine Rekascher mehr sind, doch in deren Mentalität stehende Werte verkörpern. Die noch verwurzelt sind über Tanz und Brauchtumspflege, Mundart, Überliefertes und Erzähltes, über Rezepte wie Kuchen, Salzkipfel und Familientraditionen und v.a., die Bereitschaft dafür zeigen würden, dieses Ehrenamt weiterzuführen.
In den Kreisverbänden und der Landsmannschaft ist dieser Wechsel ohnehin schon gut geglückt: Tanzgruppen, Seminare und andere Veranstaltungen werden überregional mehrmals jährlich angeboten, die „Banater Post“ hat Jugendseiten, von Jungen für Junge geschrieben. Diese Attraktivität sollten wir auch auf unsere jungen Rekascher ausweiten, denn der unwiderrufliche Alterungsprozess ist nicht zu stoppen und das Erinnern und Erhalten der Werte sollte bestehen bleiben. Deshalb auch schließe ich mit dem Appell: Bei der anstehenden Wahl des Vorstandes am 25. September 2027, unserem nächsten Rekascher Treffen, wünschen wir uns eine Erneuerung!
(Waltraut Rumesz)
Zu den Bilder.... Erdbeertanzgruppe














